Der Ursprung

Mit sozialwissenschaftlichem Ansatz ging 1985 auch in Berlin für die Dauer von zwei Jahren ein Handlungsforschungsprojekt an den Start.
„Rassismus und Gewalt – Modellprojekt für eine sozialpädagogische Arbeit mit jugendlichen Fußballfans, so lautete der Titel des Projektes.
Unter der Federführung des Instituts für Sozialpädagogik der Technischen Universität Berlin, mitgetragen von der Sportjugend Berlin sowie hauptsächlich finanziert von der Stiftung deutsche Jugendmarke, versuchte das Projekt, Hintergründe und Ursachen von Gewalt beim Fußball zu erforschen sowie praktische Handlungsweisen für die pädagogische Arbeit mit Fußballfans zu entwickeln. Nach Beendigung der Modellphase kam es leider zu keiner Weiterführung (Der Abschlußbericht des Projektes mit dem Titel „Gemeinsam sind wir eine Macht“ ist beim Fan-Projekt auszuleihen).

Der Neuanfang

Im Jahre 1990 kam es, durch den Aufstieg von Hertha BSC in die erste Fußballbundesliga, unter der Trägerschaft der Sportjugend Berlin, zur Neuauflage sozialpädagogischer Fanbetreuung vor einer völlig veränderten politischen wie geographischen Struktur – zurückzuführen auf die Wiedervereinigung Deutschlands.

Die Ausweitung der Arbeit

Die zu Beginn der 90er Jahre insbesondere im Fußballgeschehen der fünf jungen Länder aufflackernde Aggressivität und Brutalität – vor allem auch rund um Spiele des BFC Dynamo musste durch das junge Berliner Projekt aufgearbeitet werden.
Seit Anfang des Projekts waren die Fans von Hertha BSC und dem BFC Dynamo Zielgruppen der Arbeit. Jahrelang arbeitete das Projekt mit jugendlichen Fans auch der beiden weiteren großen Berliner Vereine 1. FC Union und Tennis Borussia.

Heutige Situation

Die Hauptschwerpunkte der Arbeit liegen auf den Fanszenen von Hertha BSC und 1.FC Union. Darüber hinaus arbeitet das Projekt auch mit Anhängern vom BFC Dynamo und Tennis Borussia. Die Arbeit beim BFC Dynamo soll ganz aktuell stark ausgeweitet werden.